Die Blauzungenkrankheit ist eine durch Gnitzen übertragene Viruserkrankung, durch die viele Schafe und andere Wiederkäuer schwer erkranken und zu einem großen Teil sterben .Inzwischen gibt es eine gut wirksame Impfung gegen die verschiedenen Typen  des Blauzungenvirus und eine Impfung kann unsere Tiere schützen.
In den letzten 2 Jahren wurden wir verschont und wie unsere Bürokraten ticken, wurde natürlich die weitere Impfung verboten.

Jetzt ( Anfang 2016) ist die Krankheit wieder aus dem Süden kommend im Anmarsch und die Experten sind sich sicher, daß wir sehr bald die ersten Krankheitsfälle in Deutschland bekommen. Unsere Bürokraten wachen aber immer noch nicht auf und verhindern mit ihrer Untätigkeit den Schutz unsere Herden.

 

Zum neuesten Stand. Hier die Info, die wir am 10. 5. 2016 von unserem Schafzuchtverband bekommen haben ..:

  "   Liebe Mitglieder,
wir möchten Sie heute über den neusten Stand bezüglich der Blauzungenimpfung informieren:
Das BMEL teilte mit, dass die „Fünfte Verordnung zur Änderung tierseuchenrechtlicher Verordnungen“ vom 3. Mai 2016 im Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 21 vom 6. Mai 2016 auf der Seite 1057 verkündet und damit die Verordnung am 7. Mai 2016 in Kraft getreten ist.
Damit wird die Impfung gegen die Blauzungenerkrankung ermöglicht.
Im Verordnungstext heißt es:…
…Artikel 5
..§ 4 …a) Absatz 1 …„(1) Empfängliche Tiere dürfen gegen die Blauzungenkrankheit nur mit Genehmigung der zuständigen Behörde und nur mit inaktivierten Impfstoffen geimpft werden. Die Genehmigung ist unter Berücksichtigung einer Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Institutes zu erteilen.“ Anmerkung: liegt vor
b) Folgender Absatz 3 wird angefügt:
(3) Die zuständige Behörde kann
1. die Impfung empfänglicher Tiere eines Bestandes oder eines bestimmten Gebietes gegen die Blauzungenkrankheit mit einem inaktivierten Impfstoff und
2. die Mitteilung über eine nach Nummer 1 durchgeführte Impfung und den dabei verwendeten Impfstoff anordnen, soweit dies aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist.“…

Damit ist eine Impfung zwar möglich, aber nur nach Genehmigung durch das Veterinäramt, das die Risikoanalyse des FLI zu Grunde legen muss. Der Antrag dazu wird über die Tierarztpraxis gestellt.

Impfstoffe dürften zur Zeit aber praktisch nicht erhältlich sein, da die begrenzt verfügbaren Mengen durch die südlichen Bundesländer, insbesondere BW und Bayern, abgegriffen werden."

Bürokratie ist doch was Tolles.

Das Schmallenberg Virus ist auch eine durch Gnitzen übertragbare Krankheit, die seit kurzer Zeit aufgetaucht ist und neben Aborten auch Mißbildungen bei Schafen und Rindern verursacht. Hier gibt es leider noch keinen wirksamen Schutz.
Nähere Einzelheiten sind auf der Seite des Friedrich Löffler Instituts zu finden

http://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/schmallenberg-virus/